Tag

Pilvi

Genähtes

PILVI von Named Clothing

Dieser Beitrag enthält Werbung, weil ich Bezugsquellen nenne.

Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her, daß ich auf der Seite von Kleidermanie dieses interessante Kleid entdeckte, PILVI vom finnischen Label “Named Clothing“. Das Mantelkleid gefiel mir richtig gut, und die Website des Labels hielt noch andere interessante Schnittmuster bereit, unter anderem den Rock „PULMU“. Und wie das so ist: wenn man schon Porto für die ausgedruckte Version bezahlen muss, dann bestellt man doch direkt mehr, “damit es sich auch lohnt“. Und im ständig wachsenden Stoffvorrat existiert noch ein schöner grauer Wollstoff, der vor Jahren für einen anderen Rock gekauft wurde.

Hier ist meine Version von PILVI:

PILVI in leuchtendem Gelb

 

Die Taschen und der Saum sind mit einem Zierstich abgesteppt.

 

Der Stretchanteil des Stoffes erschwerte das gleichmäßige Besticken des Saumes.

Vor einigen Jahren habe ich bei einem Vintage Fair in Bridport in Südengland verschiedene Knöpfe gekauft, darunter diese gelben Glasknöpfe, die schon wegen ihres Gewichtes einen „soliden“ Trägerstoff brauchten:

Acht schwere Knöpfe aus gelbem Glas,

da ich noch andere Schätze fand, kam mir die Verkäuferin unverhofft mit dem Preis entgegen. Ich hoffe, daß auch die anderen Knöpfe in nicht zu ferner Zukunft ihren Platz finden, zumindest für ein weiteres Kleid liegt schon der Stoff im Schrank.

Die gläsernen Knöpfe stammen von einem Vintage Fair in Bridport in Südengland.

 

Wegen des Gewichtes der Knöpfe haben ich den Besatz mit H450 verstärkt. Obwohl es hier anders aussieht, sind alle Knöpfe parallel aufgenäht. Zusätzlich gibt es einen innenliegenden „Gegenknopf“, der das Kleid geschlossen hält.

Weil das Schnittmuster elastischen Stoff vorsieht – und mich ständig die Sorge umtreibt, zu knapp zuzuschneiden – habe ich die enthaltene Nahtzugabe von einem auf zwei Zentimeter verbreitert, um dann anschließend alles und mehr wieder wegzunehmen.

Lernfortschritt: wenn man die Seitenteile verbreitert, sollten auch die mitzufassenden Taschen entsprechend geändert werden!

Die Ärmelaufschläge sind nicht im Schnittmuster enthalten, sondern selbst konstruiert. Das war eine Anregung meiner Nählehrerin, um dem Kleid einen zusätzlichen Pfiff zu geben, es etwas aufzuwerten. Tatsächlich fühle ich mich damit „angezogener“.

Die Ärmelaufschläge sind eine eigene Addition; damit wirkt das Kleid „offizieller“.

Mein Stoff, eine leicht quer-elastische Baumwolle aus dem Sale eines großen Kaufhauses, brauchte ein die Form stabilisierendes Futter. Das hat sich gerade während der heißen Sommertage in Wien bewährt, denn das Kleid – obwohl wärmer als nötig- klebte nicht unangenehm auf der Haut.

Das Futter stabilisiert das Kleid und erhöht den Tragekomfort.

Insgesamt bin ich mit dem Schnittmuster sehr zufrieden: es waren kaum Anpassungen erforderlich, es sieht so aus, wie ich es mir erhofft hatte und die Anleitung war gut verständlich. Dieses Modell werde ich sicherlich noch einmal nähen.

 

 

 

 

Related posts
Schweden – Russland – Bauhaus
4. Juli 2019
Burda-Hack: Kleid 111 aus dem Mai 2017
13. Februar 2019
Ensemble V7975 und Burda 114 aus 11-2015
18. Januar 2019
Genähtes

Zwei Fliegen

nicht ganz mit einer Klappe, aber doch nach dem selben Schnittmuster. (Dieser Post enthält Werbung, da ich die Quelle meines -gekauften- Schnittmusters nenne. )

Der Gatte schaut immer wieder nach neuen Krawatten und Fliegen, und zumindest bei letzteren wird dann über Eigenproduktion nachgedacht. Für diese Modelle habe ich den Schnitt der Hochzeitsfliege leicht abgewandelt: Länge und Breite blieben unverändert, die Enden sind jedoch „stumpf „.

Für diese Fliegen habe ich Krawattenstoff aus dem Bestand und das Hosenbein einer alten Jeans verwendet.

Eine Variante besteht beidseitig aus Krawattenstoff, die andere hat eine Jeansvorderseite.

Wegen des dicken Jeansstoffes konnte ich bei diesem Modell auf Vlieseline zur Verstärkung verzichten, das Wenden war jedoch recht mühsam.

Insgesamt finde ich viele Projekte in der weiten Nähbloggerwelt so inspirierend und anregend, daß ich mehr aus den vielen Stoffen und Resten im Bestand machen möchte. Ganz besonders interessant ist die Stoffdiät von Küstensocke mit ihren Teilnehmerinnen und deren vielfältigen Ideen.

Mit dem gemusterten Stoff habe ich vor einigen Jahren einen Schal für meinen Vater abgefüttert, wie immer vorsichtshalber viel zu viel davon gekauft. Langsam weiß ich, daß meistens zwei Meter für ein Kleid reichen, für einen Rock entsprechend weniger, und zweieinhalb Meter geben schon ein Kostüm.

Die Fliegen hängen auf der Puppe über dem PILVI-Kleid nach dem Schnittmuster von Named Clothing, das ich demnächst vorstellen möchte. Noch fehlen Knopflöcher und Saum.

Related posts
PILVI von Named Clothing
24. September 2018
Hochzeit feiern
21. November 2017