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Kleid

Genähtes

Burda 116B aus dem Septemberheft 2017

Ein warmes Kleid aus Wollflannell im Fischgrätmuster

Wie schon im vorhergehenden Beitrag geschrieben, hat mich das Septemberheft 2017 von Burda zu vielen Projekten angeregt.

Dieses Kleid habe ich im Dezember genäht und bereits mehrmals getragen. Die Wolle wärmt angenehm, und mit dem kleinen Schlitz im rückwärtigen Rockteil eignet es sich auch zum Tanzen.

Meine bevorzugte Kleiderlänge benötigt einen Schlitz für die „Bequemlichkeit“.

 

Den Stoff habe ich vor längerer Zeit bei Stoffe.de gekauft, die beiden Bänder vorne habe ich allerdings nicht wie vorgesehen komplett aus dem Oberstoff genäht, sondern die Rückseite mit Seidenresten des Kummerbundes abgefüttert. Zum Einen wollte ich vermeiden, daß die Bänder zu voluminös werden, zum Anderen gibt das glänzende Blau, von dem nur ein „glimpse“ wahrzunehmen ist, eine deutlichere Betonung der Details. Außerdem  gleiten die Bänder leichter übereinander hinweg, wenn ich mich bewege, Wolle auf Wolle hemmt eher.

 

Die Bänder sind mit Seide unterfüttert.

Das Kleid ist komplett – einschließlich der Ärmel – abgefüttert. Die Ärmellänge begnügt sich mit etwas mehr als einer 3/4 Länge, an einem kalten Abend habe ich blaue Fellmanschetten dazu getragen, die für den Galaball angefertigt wurden.

Der Stoffverbrauch für dieses Modell lag bei ca. 1,70m. Der Schnitt war leicht und ohne große Anpassungen umzusetzen, lediglich an den Seiten wurde etwas weggenommen, die Schultern sind um ca. 1cm angehoben.

Eventuell werde ich dieses Schnittmuster noch einmal aus einem etwas glamouröseren Stoff nähen, ein „schnelles“ Kleid fürs Theater oder andere Anlässe.

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So viele Ideen, oder: das wunderbare Septemberheft 2017 von Burda

Im Moment habe ich viel mehr Ideen, als ich realistisch nähen kann. Halbfertig sind ein gelber Wollrock aus der besten Burda seit langer Zeit, dem Septemberheft 2017.

Burda 9-2017, Modell 114

Den wunderbar weichen Wollstoff habe ich im Frühjahr bei Arts in Fabrics in München gekauft, und nach dem Zuschnitt ergibt sich tatsächlich noch genug Stoff für eine passende Weste; zufälligerweise passt er genau zu einem alten Harris Tweed Blazer, den ich sicher schon zehn Jahre im Schrank habe.

Die große Falte im Vorderteil habe ich sorgfältig zugeheftet und nachdrücklichst gebügelt, hoffentlich behält sie die Form.

Türkise Heftfäden halten die Falte zusammen.

Dann hängt das rote Kleid nach dem Makerist-Kurs von Inge Szoltysik-Sparrer auf dem Bügel und wartet aufs Abstecken:

Etui-Kleid von Inge Szoltysik-Sparrer,

Der Viskose-Crepe von Ticino ist recht empfindlich,

 

die gängigen Stecknadeln sind zu grob, so daß ich auf ganz feine zurückgreifen musste, auch ein Mitbringsel aus München, diesmal aus dem Nähladen von Ludwig Beck.

Ebenfalls aus der September-Burda Kleid 116B, das auch als Einzelschnitt den Ausgaben im Handel beigelegt war. Auf telefonische Anfrage habe ich als Abonnentin den Schnitt zugeschickt bekommen.

Es wäre wirklich schön, wenn Burda wie so viele englische Nähmagazine regelmäßig Einzelschnitte dabei hätte, vielleicht auch in Kooperation mit Simplicity oder anderen Labels; man könnte ohne großen Aufwand etwas anderes kennenlernen und ausprobieren. Mir ist schon klar, daß man sich nicht unbedingt Konkurrenz ins Haus holen möchte, trotzdem könnte manche Zusammenarbeit für beide Seiten fruchtbar sein – und da Burda international vertreten ist, könnte auch die deutsche Ausgabe von grenzüberschreitender Zusammenarbeit profitieren.

116 B nähe ich aus einem blau-schwarzen Fischgrätflanell, 65% Wolle, 35% Polyester. Mittlerweile ist es zugeschnitten; anstatt die Bänder beidseitig aus dem Flanell zu nähen, habe ich mich für die Rückseite aus Seidenresten vom Ballrock entschieden. Damit werden sie nicht so dick und bleiben bei Bewegung nicht auf dem Wollstoff haften.

Die Retrojacke 119B aus dem selben Heft möchte ich aus einem schwarzen Plüschstoff nähen, den ich vor Jahren auf einem Handmade-Markt in Bochum an einem Alfatexstand gefunden habe. Ursprünglich sollte er eine Neuauflage eines kindlichen Lieblingspullovers werden….. für die Jacke ist er ideal. Weil ich mich manchmal mit den übervollen Schnittmusterdrucken im Heft schwer tue, habe ich den Schnitt gekauft und bereits zusammengeklebt. Fürs Ausdrucken benutze ich gerne buntes Papier, das immer mal wieder beim Discounter zu bekommen ist. Die unterschiedlichen Farben helfen mir, die Schnittmuster leichter zu unterscheiden.

Den Schnitt für das Retromodell 122 habe ich kopiert, kann mich aber noch nicht zwischen drei Stoffen entscheiden:

dunkelblauer Wollcrepe von sew-la-di-da-vintage in Lyme Regis, dunkelblauer Satinstretch aus Baumwolle vermutlich von stoffe.de oder weißer Satinstretch aus Baumwolle von irgendwo, damit wäre es schon eher ein Kleid für den Frühling.

Die Liste ist lang, und ich hoffe, heute zumindest den Rock fertigzustellen und das Flanellk

leid zur Anprobe vorzubereiten.

…..und dann habe ich am Black Friday meinen Traumschnitt bei Decades of Style gekauft,

#5007 1950s Object d'Art Dress

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Hochzeit feiern

 

 

Dieses Jahr bot einige Überraschungen für unsere Familie, als wichtiges Ereignis stand im Wesentlichen die Master-Feier/das Commencement in New Haven auf dem Plan. Das Kostüm dafür habe ich bereits beschrieben, hier ist es endlich vollständig zu sehen:

Mein erstes Kostüm nach Vogue 2903

Mit den Häkchen gefiel mir die Jacke besser als mit Knöpfen.

Und dann heiratete der Sohn, und wir bekamen eine ganz wunderbare Schwiegertochter. Die Hochzeit fand in Moskau statt und war das allerschönste Fest. Die Familie der Braut nahm uns überaus herzlich auf, wir lernten so viele freundliche Menschen kennen und  unsere Familie vergrößerte sich. Der Gatte spricht russisch, das erleichterte alles, Englisch konnte nur begrenzt helfen.

Und natürlich musste das Outfit stimmen. Lange war die Kleiderlänge ungeklärt, bei Breuninger in Düsseldorf gab es ein sehr schönes langes Kleid, leider ärmellos, die angebotenen Farben und Modelle in den anderen Geschäften gefielen nicht, schließlich sollte es selbst genäht werden. Vogue 2903 ist eigentlich gar nicht so schwierig, wenn man einmal verstanden hat, wie die Anleitung gemeint ist; ein amerikanisches Tutorial löste die Probleme.

Vogue 2903 aus Seidenjaquard von Valentino

Der Rock schwingt schön weit beim Tanzen.

Bevor der Seidenstoff angeschnitten wurde, haben wir ein Probemodell aus alten Laken gemacht, etwas mehr Arbeit, aber lohnenswert, denn jetzt habe ich für ein weiteres Modell nach diesem Schnitt ein passgenaues Muster, das vor dem Zuschneiden nochmal anprobiert werden kann. Die Seide von  Haute Couture Stoffe Möller in Düsseldorf ließ sich gut verarbeiten; tatsächlich kam es während der Feier noch zu einem Rotweinunfall, der aber keine dauerhaften Spuren hinterließ.

Fliege und Kummerbund aus blauer Seide für den Gatten, Schuhschleifen für die jüngste Tochter

Fliege und Kummerbund für den Gatten

 

Auch ohne Sakko kann sich der Kummerbund sehen lassen.

 

 

Die Fliege nach dem Grundschnitt von Sammelsurium

Neue Schleifen aus breitem Satinband

 

Das Kleid war mit Abstand die aufwendigste Näharbeit für die Hochzeit, trotzdem hat die Suche nach der idealen Festtagskleidung für den Gatten fast mehr Zeit gebraucht. Welchen Schnitt und welche Dicke die ideale Fliege haben könnte, wie der Kummerbund am Besten geschlossen wird…..vor den Schaufenstern englischer Herrenausstatter kann man lange staunen. Die Fliege bindet der Herr selbst, und dank der oben verlinkten Anleitung von Sammelsurium kann sie maßgenau angefertigt werden. Zwei Probestücke gingen der Seidenfliege voraus bis die ideale Länge und Breite klar waren, eins der Probestücke aus einem rosa Plastiksatin wird sogar hin und wieder getragen. Mir hätte ein Modell aus der gelben Seide zu dieser Gelegenheit gefallen, aber ein gelber Kummerbund wäre des Guten zuviel gewesen.

Mit dem Kummerbund bin ich wirklich sehr zufrieden, denn er kann sich auch ohne Jackett sehen lassen. Dazu habe ich den Burdaschnitt 3403 abgewandelt: das Vorderteil mit den Falten stammt aus dem Schnittmuster, dann habe ich aus der Seide einen Tunnel genäht und über ein sechs cm breites schwarzes Gummiband gezogen, das bereits an einer Seite des Vorderteils mitgefasst war. Der Gesamtumfang entspricht der Taillenweite, da der Tunnel aber nur über das Gummiband gezogen, nicht jedoch vernäht wird, ist die Beweglichkeit gesichert und es wird auch an einem sehr langen Abend mit Tanz nicht unbequem.

Die Satinschleifen für die Tochter waren ein Notbehelf, das Kind lebt zur Zeit auf Haiti, und ihre Lackschuhe waren nicht klimakompatibel, eine Schleife ging verloren. Von England aus bestellte ich dickes, breites Satinband, das mich dann zuhause erwartete und entsprechend der verbliebenen Schleife verarbeitet wurde. Den Lieferanten muss ich noch einmal heraussuchen, das Band war von hervorragender Qualität und gar nicht teuer. In Moskau wurden die neuen Schleifen dann mittels Sekundenkleber appliziert.

Stoffverbrauch für das Kleid: 4m Seidenjaquard, 2,5m Futterstoff

Stoffverbrauch für Fliege und Kummerbund: 0,6m Seide, mittlerweile habe ich aus den Resten noch eine weitere Fliege mit anderen Enden genäht

 

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Das erste „Jägerkleid“

Mein Jeanskleid, das ich bereits vorgestellt habe, war schon die zweite Variante eines Kleides, das ich nach einem bei Jaeger in England gekauften Modell genäht habe. Dieses hier ist mein erster Versuch:

 

Ganz schlicht, ohne Taschen

Den Schnitt hat meine Nählehrerin abgenommen und direkt die Passform optimiert; das Original wartet immer noch auf kleine Änderungen sowohl der Schulter- wie der Taillenweite. Eins der Projekte auf der wachsenden To-Do-Liste.

Im wesentlichen handelt es sich um ein einfaches Schnittmuster mit senkrecht wie waagerecht geteilten Vorder- und Rückenteilen, wobei Brustabnäher und zwei kleine Rückenabnäher rechts und links des nahtfeinen Reißverschlusses dazukommen.

Die Abnäher wirken wegen des Lichtes wulstiger als sie tatsächlich sind.

Meine Puppe, eine Lady Valet, hat leider einen recht massiven Torso, der die Oberteile unnötig spannt, obwohl sie auf meine Maße eingestellt und mit Füllwatte optimiert wurde. Daher wird oft zuviel Zug auf den Reißverschluss ausgeübt und das Ankleiden ist bei körpernaher Kleidung schwierig.

Verfeinert wurde das Kleid mit kleinen Schlitzen an den Ärmeln und im Rockteil:

Ärmelschlitze im Boucle´
neigen zum Ausfransen.

    Der kleine unterlegte Gehschlitz erlaubt zumindest engagierten Cha-Cha-Cha.

     

    Das Oberteil wurde mit Vlieseline dünn beklebt und der  Korpus ist abgefüttert mit Stoff aus dem Bestand.

    Den Stoff, einen Baumwollboucle´in Cremeweiß, habe ich bei Alfatex in Bochum gekauft, geplant war ein Chaneljäckchen nach Claire Shaeffer, das mich vermutlich überfordert hätte. Mittlerweile hat das Christkind drei Meter wunderbaren weißen Linton-Tweed gebracht, die bis Ende Mai zu einem Kostüm verarbeitet werden sollen, und ich bin mit meinem Kleid wirklich glücklich.

     

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    Joan-Dress inspiriert von HandmadebyHeather

    Mittlerweile haben sich so viele fertige Kleidungsstücke angesammelt, daß es Zeit wird, sie nacheinander vorzustellen. Beginnen möchte ich mit dem JOAN Dress von Sew over it. Ein absolutes Lieblingskleid, gefunden bei Handmade by Heather. Den Schnitt habe ich als PDF bestellt, und die Veränderungen, die Heather für notwendig hielt, beim Zuschneiden berücksichtigt. Der Stoff stammt von Stoffe.de, das Futter aus dem Karstadtausverkauf, der Reißverschluß aus Annettes Nähkiste.

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    Joan Dress in grauem Fischgrät

    Joan Dress in grauem Fischgrät, mit violettem Futter

     

    Ursprünglich hatte ich drei Meter Wollstoff zur Verfügung, aber dann wurde es doch noch knapp: nach dem Zuschnitt zeigte sich, daß der Stoff auch etwas weiter von der Webkante dunkler war als im Gesamtbild, also wurde der Reißverschluß wieder herausgetrennt und ein neuer Rücken zugeschnitten. Und beim vorderen Oberteil war die Passform einfach nicht für mich gemacht, meine Nählehrerin schnitt ein neues Teil zu. Aus den Resten möchte ich gerne noch eine passende Tasche zum Kleid machen, fast alle Zutaten sind schon hier.

    Die Schluppe gibt dem Ganzen den Pfiff, sie besteht aus zwei schräg zum Fadenlauf zugeschnittenen Rechtecken und wird beim Verstürzen mit dem Futterkleid einfach miteingefasst.

    Ich habe das Kleid zur Graduation der kleinen Tochter in der Schweiz getragen, als noch Schnee lag, für winterliche Temperaturen ist es wunderbar, leicht, nicht zu dick, nicht zu eng und man ist sofort „angezogen“. Trotz Schlitz ist es fürs Tanzen nur bedingt geeignet, aber eine Rumba geht immer.

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    Kleider fürs Kind

    Die rote Variante aus schwerem Jersey

    Die rote Variante aus schwerem Jersey

    Das Kind ist schon Anfang Zwanzig und hatte sich ein schwarzes Etuikleid mit dramatischem Kragen gewünscht. Davon gibt es leider ( noch) keine Bilder, die rote Variante war allerdings auch deutlich besser zu fotografieren. Der Schnitt ist konstruiert nach einem anderen Lieblingskleid, einfach schmal geschnitten, ärmellos, aber mit einem monumentalen Kragen, der in diesem Fall direkt mitangeschnitten wurde. Insgesamt besteht das Kleid aus drei Schnittteilen, einmal das im Stoffbruch zugeschnittene Vorderteil und dann die beiden Rückenteile, die ich ca. 6cm vor die Webkante gelegt habe, um das Versäubern zu sparen und für eventuelle Änderungen ausreichend Spiel zu haben.

    Der elastische Jersey machte den Reißverschluss überflüssig.

    Bisher hatte ich noch keinen Jersey vernäht, ich habe einen Zickzackstich mit ca einem Millimeter Stichbreite eingestellt und während des Nähens den Stoff mit der Hand gespannt. Meine Nählehrerin überprüfte die Nähte mit rigorosem Reißen, alle Nähte, die das nicht überstanden , mussten nachgearbeitet werden. Die Overlock kam nur zum Versäubern zum Einsatz, die Nadel in der Nähmaschine war eine herkömmliche, keine Jerseynadel.

    Versäuberte Kanten und der von Hand angenähte Saum

    Versäuberte Kanten und der von Hand angenähte Saum

    Für die Armlöcher habe ich Belege zugeschnitten und einfach verstürzt, sowohl an der Schulter- wie der Seitennaht sind sie mit wenigen Stichen angeheftet. Es wird sich herausstellen, ob sich das beim Tragen bewährt; vorläufig ist mir diese Variante lieber, weil eleganter.

    Das schwarze Kleid aus gewebtem Wollstoff benötigte natürlich einen nahtfeinen Reißverschluss in der rückwärtigen Mitte. Die Kragenteile darüber sind einfach rechts auf rechts zusammengesteppt, und dann,  weil ich zu wenig Stoff hatte, um den großen Kragen mit anzuschneiden, komplett verstürzt. Das Stoffvolumen braucht er auch für einen schönen Fall.

    Mittlerweile habe ich beschlossen, dieses Kleid auch für mich noch einmal zu nähen, wahrscheinlich aus einem dunkelblauen Wollgemisch, das man auch im Sommer tragen kann. Es ist wirklich schnell genäht, und der Kragen schmeichelt ungemein.

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    Sweetheart-Pattern in schwarz

    IMG_0822Schon nach dem Probekleid war ich mir sicher, mit diesem Schnitt ein wärmeres Tanzkleid zu nähen, weil der weite Rock besonders gut geeignet ist, er schwingt so schön. Der Stoff ist ein im Sale bei stoffe.de erstandenes Baumwollgemisch mit einer leichten Rautenstruktur, die kaum zu erkennen ist, aber die Richtung beim Verarbeiten vorgibt. Damit wurde es mit den drei Metern Material, die ich zur Verfügung hatte, schon wieder knapp, und das Kleid kürzer als anfangs geplant. Bis auf die Ärmel lief das Nähen wie beim Sommerkleid, auch hier mußte in den Seiten deutlich verschmälert werden.

    Die Ärmel hatte ich verbreitert, d.h. den einteiligen Ärmelschnitt senkrecht in der Mitte von der Unterkante bis kurz vor die Armkugel aufgeschnitten und so auseinandergedreht, daß an der Unterkante ca. drei Zentimeter zusätzlicher Weite erreicht wurden. Schöne Idee! Zusammengenäht waren die Ärmel dann deutlich zu weit, soviel Spielraum braucht das Tanzen nicht. Also aufgetrennt und enger genäht.

    Die Rockweite ist zum Tanzen ideal

    Die Rockweite ist zum Tanzen ideal

     

    Weil die Länge nicht so üppig ausfiel, wurde der Saum mit der Overlock versäubert und nur schmalkantig umgesteppt. Am Ausschnitt sind die breiten Belege mit Vlieseline beklebt, ein Futter gibt es nicht.

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    Das Sweetheart Pattern von Sew la-di-da

    Durch Zufall bin ich im letzten Sommer in Lyme Regis bei Sew la-di-da gelandet, etwas abseits der Hauptstraße liegen eine kleine Galerie, eine Töpferei, Brauerei, Café, Restaurant und eben Sew la-di-da und laden zum Stöbern ein. Eigentlich erwartete ich einen Shop mit Stoffen und Nähzubehör, das ist es aber nicht! Stoffe gibt es schon, in schöner, aber beschränkter Auswahl, das Wesentliche sind die von Carolin angebotenen Workshops und Schnittmuster. inspiriert von Kleidern der Kriegszeit (Blitz) und der Fünfziger Jahre, angepasst an aktuellere Körperformen. Vor einem Besuch empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten zu erfragen. Ich habe mir den Schnitt „Sweetheart“ gekauft und als Probemodell aus IKEA-Stoff genäht, und dann doch im Sommer getragen. Der Schnitt ist einfach und dank dem beiliegenden Anleitungsheft leicht nachzuarbeiten. Ein wirklich guter Tipp meiner Nählehrerin war es, den eckigen Ausschnitt nicht sofort zuzuschneiden, sondern mSweetheart Patternich erst langsam bei der Anprobe seiner Form, bzw. Tiefe zu nähern. So vermeidet man, dass die Träger darunter im Ausschnitt sichtbar werden.
    Weil es ein Sommerkleid werden sollte, habe ich die Ärmel zwar genäht, dann aber doch nicht eingesetzt. Insgesamt war der Schnitt in Größe 12 so weit, daß in der Taille seitlich jeweils vier cm weggenommen werden mussten, um es nicht sackig wirken zu lassen. Der weite Rock ( ich habe fast vier Meter verbraucht, auch, weil ich wegen des Musters unsicher war) ist fürs Tanzen wunderbar, und ich werde mir das Kleid in einer winterlichen Variante auf jeden Fall noch einmal nähen.

     

    Die Schnittmuster von Sew-La-Di-Da sind liebevoll verpackt

    Die Schnittmuster von Sew-La-Di-Da sind liebevoll verpackt

     

    Das Anleitungsheft ist so ausführlich bebildert, dass man sogar auf den Text verzichten könnte

    Das Anleitungsheft ist so ausführlich bebildert, dass man sogar auf den Text verzichten könnte

     

    Sprachkenntnisse sind kaum erforderlich

    Sprachkenntnisse sind kaum erforderlich

    Mit 20 englischen Pfund war es ein teures Schnittmuster, aber die Verpackung ist sehr schön, das Anleitungsheft ausführlich und gut verständlich und das Papier so fest, das es mehrfaches Aufstecken gut übersteht. Es lohnt sich, die Website von Sew-La-Di-Da zu besuchen. Das Sortiment erweitert sich stetig, und vielleicht sind auch die angebotenen Workshops für Südenglandliebhaberinnen interessant.

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