Genähtes

Turnbeutel

 

Der fertige Beutel mit der Lederapplikation

Die große Tochter wünschte sich einen neuen Rucksack, um ihre Sportsachen auf dem Fahrrad mitzunehmen. Also war der erste Schritt, eine Tasche mit Trainingsschuhen, Trinkflasche und einer Frisbeescheibe zu füllen und das nötige Maß zu ermitteln. Aus dem immer noch reichlich vorhandenen Jeansstoff schnitt ich zwei Rechtecke von 55cm x 42cm zu und versäuberte sie mit der  Overlockmaschine.

Die Schnüre des Rucksacks sollten nicht durch Schlaufen geführt werden, weil das der Tochter zu anfällig fürs „Ausreißen “ erschien, sie bevorzugte Ösen.

Im Herbst wurden zwei Ledermöbel neu bezogen, und der Polsterer war so freundlich, mir das alte Leder zu überlassen. Aus dem dünneren Material der Klavierbank nähte ich zur Verstärkung zwei breite Streifen auf den Stoff und  ließ den Gatten das Einschlagen der Ösen übernehmen.

Dann wurden die Seitennähte und die untere Kante genäht, am oberen Ende des Jeansstoffes je ein circa 5cm breiter Tunnel umgeschlagen und abgesteppt und schließlich die Kordeln durchgezogen.

Mit Ösen und Baumwollkordel

Zwei Dinge haben mir bei diesem Projekt gut gefallen: die sinnvolle Verwendung der Lederreste und die Mühelosigkeit, mit der die Bernina durch zwei Lagen Leder plus Jeans nähte. In einem Podcast von Nahtzugabe5cm – leider erinnere ich mich nicht mehr an die Interviewpartnerin- wurde geraten,Leder nicht mit Leder-, sondern soliden normalen Nadeln zu verarbeiten, mit der Jeansnadel 100 von Schmetz hat das prima geklappt.