Genähtes

Ensemble V7975 und Burda 114 aus 11-2015

In diesem Post nenne ich meine Bezugsquellen und mache damit unbeauftragte und unbezahlte Werbung. Sowohl Schnittmuster wie Materialien wurden von mir gekauft.

Übermütig hatte ich zeitgleich mit dem weißen Kostüm die gleiche Jacke aus einem schwarzweißen Baumwollboucle´von Alfatex zugeschnitten, das schien mir zu Übungszwecken ganz vernünftig, zu schnell vergisst man kleine Änderungen oder Tricks, wenn die Zeit vergeht. Und obwohl ich möglichst viel auf den Schnitten notiere, geht das ein oder andere verloren.

Baumwollstoff von Alfatex, rechts oder links?

Schon damit tat ich mich schwer, schließlich habe ich mich für die vermeintlich kontrastreichere Seite entschieden. Auch dieser Stoff wurde flächig mit schwarzer Vlieseline H 785 bebügelt, was ihn leicht stabilisiert, den Fall aber kaum verändert.

Im Frühjahr hatte ich aus weißem Walkstoff einen Pulli nach dem Burdaschnitt genäht, der prinzipiell gut saß, gerade die Abnäher kamen gut hin, und so nähte ich ein Probekleid nach dem Schnittmuster 114 aus dem Novemberheft 2015. (Dieser Pulli dient mittlerweile als Schnittvorlage für Folgemodelle, da die Wolle zu sehr kratzte; ein Modell aus Baumwollfleece von Ticino-Stoffe muss nur noch gesäumt werden und wird hoffentlich zügig „verbloggt“)

Der Boucle´ ist nicht elastisch, aber das stellt kein Problem dar. Wir haben das Modell sogar noch etwas enger gemacht, und trotzdem kann ich mich uneingeschränkt bewegen.

 

 

Nach den ersten Anproben schien die Jacke noch ein bißchen mehr Dekor zu brauchen, und ich habe eine schwarze Borte aus dem Bestand von Hand aufgenäht. Einige Probeknopflöcher später entschied ich mich dann für einfache schwarze Druckknöpfe, die auf der Borte optisch untergehen.

Richtige Knöpfe und Knopflöcher wären zweifellos „chaneliger“ gewesen, aber mir war die reduziertere Variante in diesem Fall lieber. Sowohl Kleid wie Jacke sind vollständig schwarz gefüttert, was die Form zusätzlich stabilisiert und den Tragekomfort erhöht.

Mittlerweile habe ich das Ensemble zu ganz verschiedenen Gelegenheiten getragen, und mich immer „gut angezogen“ gefühlt.

Da ich von beiden Teilen Probestücke genäht hatte, waren die erforderlichen Anpassungen leichter auszuführen. Es gibt inzwischen auch eine rote Version aus wunderbarem Linton-Boucle´und ein drittes Kleid mit kurzen Ärmeln aus dem Boucle´, den ich im Sommer bei Komolka in Wien gefunden habe.

Hier wurde mit einem Beleg gearbeitet.


Die Sicherungsnaht ist zu erkennen. Ich werde nachträglich einen Beleg zuschneiden und einsetzen.

 

Die beiden Kleider unterscheiden sich nur am Halsausschnitt: das bunte hat einen Beleg, das rote ist direkt mit dem Futter verstürzt. Allerdings zieht der schwere Oberstoff trotz Stütznaht unschön nach vorne, und daher werde ich nachträglich auch hier einen Beleg einsetzen.

Auf der neuen Puppe wirkt die Jacke etwas zu eng.

Zusammen mit der Jacke ein schönes Ensemble für besondere Gelegenheiten.

Bei Komolka hatte ich nicht ganz so viel Stoff gekauft, ca. 2,70m, und daher blieb nur ein Rest von 80cm . Daraus möchte ich gerne einen Rock nach Claire Shaeffer nähen, mit Organza als Zwischenlage und verquiltet mit dem seidenen Futter.