Genähtes

Das erste „Jägerkleid“

Mein Jeanskleid, das ich bereits vorgestellt habe, war schon die zweite Variante eines Kleides, das ich nach einem bei Jaeger in England gekauften Modell genäht habe. Dieses hier ist mein erster Versuch:

 

Ganz schlicht, ohne Taschen

Den Schnitt hat meine Nählehrerin abgenommen und direkt die Passform optimiert; das Original wartet immer noch auf kleine Änderungen sowohl der Schulter- wie der Taillenweite. Eins der Projekte auf der wachsenden To-Do-Liste.

Im wesentlichen handelt es sich um ein einfaches Schnittmuster mit senkrecht wie waagerecht geteilten Vorder- und Rückenteilen, wobei Brustabnäher und zwei kleine Rückenabnäher rechts und links des nahtfeinen Reißverschlusses dazukommen.

Die Abnäher wirken wegen des Lichtes wulstiger als sie tatsächlich sind.

Meine Puppe, eine Lady Valet, hat leider einen recht massiven Torso, der die Oberteile unnötig spannt, obwohl sie auf meine Maße eingestellt und mit Füllwatte optimiert wurde. Daher wird oft zuviel Zug auf den Reißverschluss ausgeübt und das Ankleiden ist bei körpernaher Kleidung schwierig.

Verfeinert wurde das Kleid mit kleinen Schlitzen an den Ärmeln und im Rockteil:

Ärmelschlitze im Boucle´
neigen zum Ausfransen.

    Der kleine unterlegte Gehschlitz erlaubt zumindest engagierten Cha-Cha-Cha.

     

    Das Oberteil wurde mit Vlieseline dünn beklebt und der  Korpus ist abgefüttert mit Stoff aus dem Bestand.

    Den Stoff, einen Baumwollboucle´in Cremeweiß, habe ich bei Alfatex in Bochum gekauft, geplant war ein Chaneljäckchen nach Claire Shaeffer, das mich vermutlich überfordert hätte. Mittlerweile hat das Christkind drei Meter wunderbaren weißen Linton-Tweed gebracht, die bis Ende Mai zu einem Kostüm verarbeitet werden sollen, und ich bin mit meinem Kleid wirklich glücklich.