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Genähtes

Neu gemacht und alt verwertet

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Joan-Dress inspiriert von HandmadebyHeather

Mittlerweile haben sich so viele fertige Kleidungsstücke angesammelt, daß es Zeit wird, sie nacheinander vorzustellen. Beginnen möchte ich mit dem JOAN Dress von Sew over it. Ein absolutes Lieblingskleid, gefunden bei Handmade by Heather. Den Schnitt habe ich als PDF bestellt, und die Veränderungen, die Heather für notwendig hielt, beim Zuschneiden berücksichtigt. Der Stoff stammt von Stoffe.de, das Futter aus dem Karstadtausverkauf, der Reißverschluß aus Annettes Nähkiste.

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Joan Dress in grauem Fischgrät

Joan Dress in grauem Fischgrät, mit violettem Futter

 

Ursprünglich hatte ich drei Meter Wollstoff zur Verfügung, aber dann wurde es doch noch knapp: nach dem Zuschnitt zeigte sich, daß der Stoff auch etwas weiter von der Webkante dunkler war als im Gesamtbild, also wurde der Reißverschluß wieder herausgetrennt und ein neuer Rücken zugeschnitten. Und beim vorderen Oberteil war die Passform einfach nicht für mich gemacht, meine Nählehrerin schnitt ein neues Teil zu. Aus den Resten möchte ich gerne noch eine passende Tasche zum Kleid machen, fast alle Zutaten sind schon hier.

Die Schluppe gibt dem Ganzen den Pfiff, sie besteht aus zwei schräg zum Fadenlauf zugeschnittenen Rechtecken und wird beim Verstürzen mit dem Futterkleid einfach miteingefasst.

Ich habe das Kleid zur Graduation der kleinen Tochter in der Schweiz getragen, als noch Schnee lag, für winterliche Temperaturen ist es wunderbar, leicht, nicht zu dick, nicht zu eng und man ist sofort „angezogen“. Trotz Schlitz ist es fürs Tanzen nur bedingt geeignet, aber eine Rumba geht immer.

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Elf Meter Jeans

 

 

 

Im Frühsommer habe ich endgültig meinen letzten gekauften Jeansrock entsorgt, d.h. er ist in die Flicken- und Restekiste gewandert. Nach etwas längerer Suche, mir schwebte ein richtig robuster, schwerer Stoff ohne Elastan vor, bin ich bei Stoffe Zanderino fündig geworden und habe – guten Jeansstoff kann man bestimmt immer gebrauchen, notfalls wird er vererbt – zehn Meter bestellt. Geliefert wurden mir zwei Stücke, die insgesamt gut über elf Meter ergaben, vielleicht wegen eines kleinen Fehlers an einer Stelle oder weil der Stoff nicht an einem Stück war? Waschen und dann im Waschkeller über die Leinen hängen, das war eine sportliche Leistung und verfärbte das Oberhemd des Gatten. Bügeln…. Nein, bügeln konnte ich zumindest die neun Meter am Stück nicht! Und auch mit dem kleineren Teil hatte ich meine liebe Not. Dankenswerterweise haben die netten Damen von der Heißmangel diese Arbeit übernommen und den Jeansstoff ohne Bruch wunderbar geglättet.

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Chloe´von La Maison Victor

 

Die "unsichtbaren" Druckknöpfe gefielen mir am besten

Die „unsichtbaren“ Druckknöpfe gefielen mir am besten

 

Das erste Projekt war eine weitere Chloe´ in einer Jeansvariante,

dann der einfache Bleistiftrock und parallel dazu das Jaegerkleid. Mittlerweile ist auch eine Hose dazugekommen und der Ballen auf 5,5m plus Zuschnittreste geschrumpft. Eine Weste, die Rock und Hose ergänzen könnte, möchte ich gerne in diesem Jahr noch nähen, und dann reicht es immer noch für ein Kleid mit einem weiten Rock oder etwas anderes…..

noch 5,5 m Möglichkeiten

noch 5,5 m Möglichkeiten

 

 

Das Jaegerkleid hat nichts mit der Jagd zu tun, vor zwei oder drei Jahren habe ich in England bei Jaeger ein schönes rotes Kleid mit einem einfachen Schnitt gekauft, das auf dem Bügel eher „reizarm“ wirkt, angezogen aber ein gewisses Etwas hat. Übrigens sparte Jean Pratt aus Notable woman  zu Kriegszeiten auf einen Mantel von Jaeger, der für eine solide bürgerliche Qualität mit Anspruch steht. Meine Idee war, dieses Kleid in verschiedenen Varianten nachzunähen, die erste Version muss ich noch beschreiben.

 

Das Kleid hat Taschen in der Taillennaht

Das Kleid hat Taschen in der Taillennaht

Der auffällige Reißverschluß wirkt etwas frecher

Der auffällige Reißverschluß wirkt etwas frecher

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Der kleine Schlitz macht es bequemer

 

Das Kleid ist dunkelblau gefüttert, es sitzt wirklich gut und ich trage es gern, im Sommer war ich damit zur Teatime im Savoy, aber es braucht noch einige Wäschen und Tragezeit, bis es anschmiegsamer ist. Das ist ein Nachteil der Entscheidung gegen Elastan.

Das dritte Projekt war eine Marlenehose nach einem gerne getragenen Modell, das ich mir direkt zweimal gekauft hatte. Das abgetragenere Teil habe ich aufgetrennt und sorgfältig eingetütet, weil es sicher nochmal nachgenäht werden wird. Meine Nählehrerin riet zu einer Nahtzugabe von zwei Zentimetern beim Zuschnitt, um für Passformprobleme gewappnet zu sein, weil die Materialien sehr unterschiedlich waren. Schon bei der ersten Anprobe saß die Hose sehr gut, die Abnäher vorne und hinten wurden etwas vergrößert, d.h. die Taille etwas enger, aber damit war alles getan. Der Reißverschluß in der Seitennaht ist die kurze Variante des Kleidverschlußes, beide stammen von Annettes Nähkiste in Bottrop.

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Der zweite Frühlingsrock

Der zweite Rock des Frühjahrs ist aus einem weißen Waffelpique´aus reiner Baumwolle, den ich vermutlich bei der http://wollweberei-nietzel.de/ gekauft habe. Er lag schon einige Zeit im Schrank und sollte eigentlich ein Kleid mit kurzen Ärmeln werden, das ich im Anfängerheft von Burda gesehen hatte. Der Schnitt ist selbstgemacht, allerdings inspiriert von einer kürzeren Variante aus einem Burdaheft.

Durch den breiten Saum hat der Rock schönen Stand

Durch den breiten Saum hat der Rock schönen Stand

Im Wesentlichen handelt es sich um vier Rechtecke, zwei ergeben mit nach innen gelegten Falten anstelle der Abnäher den eigentlichen Rock, die anderen werden zu einem langen Schlauch gelegt. Kreisförmig zusammengenäht und an das Rockteil genäht ergeben sie den breiten Rocksaum.
Das Futter ist einfach nach dem Rock zugeschnitten und verstürzt. Es handelt sich um einen besonders schweren Futterstoff, der auch für Brautkleider genutzt wird und besonders schön fällt.

Die Farbauswahl für diesen Futterstoff ist leider beschränkt, der Unterschied zum Oberstoff aber nicht zu groß

Die Farbauswahl für diesen Futterstoff ist leider beschränkt, der Unterschied zum Oberstoff aber nicht zu groß

Auch dieser Rock hat keinen Bund, der dicke Stoff hält die Form gut, der Reißverschluß ist unsichtbar eingenäht, die Kanten mit engem, 5mm breiten Zickzackstich versäubert. Die Overlock wurde wegen des losen Gewebes für den Oberstoff nicht benutzt.

Innen sieht es so aus, der Stoff franst sehr stark

Innen sieht es so aus, der Stoff franst sehr stark

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Frühlingsröcke

                                                      Der erste Rock in diesem Jahr

 

Strukturstoff vom Oberpollinger in leuchtendem Gelb

Strukturstoff vom Oberpollinger in leuchtendem Gelb

Diesen für mich eher ungewohnt farbigen Stoff habe ich vor gut einem Jahr in München gekauft. Ludwig Beck am Rathauseck mit einem eigenen, sehr gut sortierten Handarbeitsgeschäft dabei und die Stoffabteilung im Oberpollinger sind jedes Mal einen Besuch wert, auch wenn es dort ein bißchen teurer ist. Manchmal ist es einfach nur schön, über den reinen Kaschmir zu streicheln und darauf zu hoffen, irgendwann einmal so gut nähen zu können, daß ein Mantel daraus möglich wäre. Der gelbe Stoff kostete, glaube ich, ca. 30€ pro Meter, ich habe 75 cm gekauft. Den passenden Futterstoff und den nahtfeinen Reißverschluß gab es aus der Nähkiste in Bottrop, gerade die Reißverschlüsse, aber auch andere Kurzwaren sind dort sehr günstig.

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Die Rockschlaufen sind aus dem Futterstoff genäht

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Der kleine Schlitz gibt etwas Bewegungsfreiheit, kleine Schritte sind möglich

 

Der Schnitt ist mit der Hilfe meiner Nählehrerin erstellt, sie hat Taillen- und Hüftweite vermessen, ebenso den Abstand zwischen Taille und Hüfte, und dann haben wir aus diesen Maßen den Schnitt gezeichnet einschließlich der Abnäher vorne und hinten. Der Rock hat keinen Bund, dazu reichte der Stoff leider nicht, und ist unten leicht eingestellt. Der Schlitz ist 20cm lang und hat einen Untertritt von 5cm. Bei der ersten Anprobe mußte nur in der Taille noch etwas weggenommen werden, insgesamt saß der Rock erstaunlich gut. Wenn ich nach Burdaschnittmustern nähe, habe ich oft das Problem, daß ich – wenn die Hüftweite stimmt – entweder die Abnäher stark vergrößern oder direkt zusätzliche anbringen muss. Das sieht nicht immer schön aus, mit dieser positiven Erfahrung gelingt es mir hoffentlich demnächst besser, direkt beim Zuschnitt zu starke Änderungen zu vermeiden.

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Genähtes

Kleider fürs Kind

Die rote Variante aus schwerem Jersey

Die rote Variante aus schwerem Jersey

Das Kind ist schon Anfang Zwanzig und hatte sich ein schwarzes Etuikleid mit dramatischem Kragen gewünscht. Davon gibt es leider ( noch) keine Bilder, die rote Variante war allerdings auch deutlich besser zu fotografieren. Der Schnitt ist konstruiert nach einem anderen Lieblingskleid, einfach schmal geschnitten, ärmellos, aber mit einem monumentalen Kragen, der in diesem Fall direkt mitangeschnitten wurde. Insgesamt besteht das Kleid aus drei Schnittteilen, einmal das im Stoffbruch zugeschnittene Vorderteil und dann die beiden Rückenteile, die ich ca. 6cm vor die Webkante gelegt habe, um das Versäubern zu sparen und für eventuelle Änderungen ausreichend Spiel zu haben.

Der elastische Jersey machte den Reißverschluss überflüssig.

Bisher hatte ich noch keinen Jersey vernäht, ich habe einen Zickzackstich mit ca einem Millimeter Stichbreite eingestellt und während des Nähens den Stoff mit der Hand gespannt. Meine Nählehrerin überprüfte die Nähte mit rigorosem Reißen, alle Nähte, die das nicht überstanden , mussten nachgearbeitet werden. Die Overlock kam nur zum Versäubern zum Einsatz, die Nadel in der Nähmaschine war eine herkömmliche, keine Jerseynadel.

Versäuberte Kanten und der von Hand angenähte Saum

Versäuberte Kanten und der von Hand angenähte Saum

Für die Armlöcher habe ich Belege zugeschnitten und einfach verstürzt, sowohl an der Schulter- wie der Seitennaht sind sie mit wenigen Stichen angeheftet. Es wird sich herausstellen, ob sich das beim Tragen bewährt; vorläufig ist mir diese Variante lieber, weil eleganter.

Das schwarze Kleid aus gewebtem Wollstoff benötigte natürlich einen nahtfeinen Reißverschluss in der rückwärtigen Mitte. Die Kragenteile darüber sind einfach rechts auf rechts zusammengesteppt, und dann,  weil ich zu wenig Stoff hatte, um den großen Kragen mit anzuschneiden, komplett verstürzt. Das Stoffvolumen braucht er auch für einen schönen Fall.

Mittlerweile habe ich beschlossen, dieses Kleid auch für mich noch einmal zu nähen, wahrscheinlich aus einem dunkelblauen Wollgemisch, das man auch im Sommer tragen kann. Es ist wirklich schnell genäht, und der Kragen schmeichelt ungemein.

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Das Kettenhemd

 

Pullover aus dem Oktoberheft von Burda

Pullover aus dem Oktoberheft von Burda

Der Pullover fiel mir auf, weil seit vielen Jahren ein heißgeliebter Pulli aus richtigem, federleichten Wollvlies in meinem Schrank ist, den ich schon lange nachnähen möchte. Aus dunkellila Loden habe ich das versucht, aber – obwohl die Farbe wunderbar und der Pulli schön warm ist – der Stoff ist nicht richtig gemütlich. Für Informationen, wo richtiges Wollvlies zu bekommen ist, wäre ich sooooo dankbar!

Dieser graue Stoff stammt von Stoffe.de, ein Schnäppchen aus reiner Wolle und nachgiebig gewebt. Beim Me-made-Mittwoch waren bereits Modelle zu sehen.Das Schnittmuster besteht nur aus sechs recht großen Teilen. Verändert habe ich die untere Länge und die Seitennähte. Den Reißverschluss am Kragen habe ich nicht übernommen, weil mich das Metall gestört hätte und die Variabilität des Kragens mir unnötig schien.Der Pulli ist jetzt unten auf einer Länge, die Seiten sind tailliert(er).

 

Kein Reißverschluss

Kein Reißverschluss

 

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Der Pulli war schnell genäht, er ist leicht und warm, unter Mänteln bedarf der Kragen besonderer Zuwendung, damit es nicht zu „bulky“ wird. Durch den grauen Stoff erinnert er mich sehr an die Schergen des Sheriffs von Nottingham.

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Sweetheart-Pattern in schwarz

IMG_0822Schon nach dem Probekleid war ich mir sicher, mit diesem Schnitt ein wärmeres Tanzkleid zu nähen, weil der weite Rock besonders gut geeignet ist, er schwingt so schön. Der Stoff ist ein im Sale bei stoffe.de erstandenes Baumwollgemisch mit einer leichten Rautenstruktur, die kaum zu erkennen ist, aber die Richtung beim Verarbeiten vorgibt. Damit wurde es mit den drei Metern Material, die ich zur Verfügung hatte, schon wieder knapp, und das Kleid kürzer als anfangs geplant. Bis auf die Ärmel lief das Nähen wie beim Sommerkleid, auch hier mußte in den Seiten deutlich verschmälert werden.

Die Ärmel hatte ich verbreitert, d.h. den einteiligen Ärmelschnitt senkrecht in der Mitte von der Unterkante bis kurz vor die Armkugel aufgeschnitten und so auseinandergedreht, daß an der Unterkante ca. drei Zentimeter zusätzlicher Weite erreicht wurden. Schöne Idee! Zusammengenäht waren die Ärmel dann deutlich zu weit, soviel Spielraum braucht das Tanzen nicht. Also aufgetrennt und enger genäht.

Die Rockweite ist zum Tanzen ideal

Die Rockweite ist zum Tanzen ideal

 

Weil die Länge nicht so üppig ausfiel, wurde der Saum mit der Overlock versäubert und nur schmalkantig umgesteppt. Am Ausschnitt sind die breiten Belege mit Vlieseline beklebt, ein Futter gibt es nicht.

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Die Jacke Chloe von La Maison Victor

IMG_0690Als ich den Schnitt für diese Jacke in der La Maison Victor entdeckt hatte, sah ich die Möglichkeit, erstmals etwas anderes als ein Kleid zu nähen. Mit Kleidern fühle ich mich auf sicherem Terrain, eine solche Jacke besitze ich nicht und würde sie wohl auch nicht kaufen, selbst wenn diese Form derzeit ganz aktuell ist.

Bei stoffe.de gab es im Sale diesen Woll-Strickstoff mit „chaneliger Anmutung“, der mir geeignet erschien, der Preis war auf 15€/m reduziert, und die Qualität ist gut.

Als der Stoff eintraf, konnte ich wegen diverser Umräumaktionen die Zeitschrift nicht mehr finden und bestellte mir in der Not den Einzelschnitt für 9.90€. Mit dem Schnitt, der leider nicht wie bei Burda oder anderen Anbietern einfach auszuschneiden ist, weil das Blatt beidseitig bedruckt ist, kauft man auch eine Online-Videoanleitung, die ich allerdings nicht genutzt habe. Ich habe ja meine Nählehrerin!

Von vornherein geplant war, die Raglanärmel abzuändern, weil sie für mich ungünstig sind. Also wurden die Ärmelschnittteile an die Mantelteile geklebt und die Ansatznaht einfach verlegt, in diesem Fall die Raglannaht gewissermaßen senkrecht aufgerichtet. Dabei bleibt die Schulternaht, die über den Ärmel weiterläuft, erhalten und der Schwierigkeitsgrad des Modells ändert sich nicht.

Die verschobene Ärmelnaht, leider schwer zu erkennen

Die verschobene Ärmelnaht, leider schwer zu erkennen

Inzwischen hatte ich auf dem holländischen Stoffmarkt in Oberhausen schwarzen Futterstoff gekauft, weil der schwere Oberstoff einfach nicht rutschte, und ich außerdem die Jacke mit einem kompletten Futter stabilisieren wollte.

Daher wurden auch alle Nähte breit mit schwarzer Vlieseline beklebt. Im Nachhinein glaube ich, dass ich am Besten die Jacke ganzflächig hätte verstärken sollen, um Verziehen zu vermeiden.

gefüttertes Rückenteil mit Bewegungsfalte

gefüttertes Rückenteil mit Bewegungsfalte

Die Taschen in der Seitennaht haben nur einen schmalen Spiegel aus dem dicken Wollstoff, die Taschenbeutel sind aus dem Futterstoff gemacht.

extragroße Kunststoffdruckknöpfe

extragroße Kunststoffdruckknöpfe, gefunden in der Nähkiste in Bottrop

Insgesamt gefällt mir Chloe recht gut, mit einem schwarzen Rollkragenpulli wirkt sie wegen der 3/4-Ärmel ganz chic.

Beim nächsten Mal würde ich den Schnitt leicht A-förmig ausstellen und eventuell die Ärmel verlängern, denn für kaltes Wetter sind sie nicht gut geeignet  (aber schöner sind sie so).

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Burdabluse aus Libertystoff

Im Frühjahr sah ich ein wunderbares, uni lilafarbenes Pradablüschen, das mir unglaublich gut gefiel. Es wurde auf dem Rücken mit einer Knopfleiste geschlossen, und hatte, wenn ich mich richtig erinnere, einen kleinen Kragen. Eine Bluse hatte ich noch nie genäht, also kam nur eine viel simplere Variante in Frage. Nach langem Suchen fand ich diesen Schnitt für eine Bluse von Burda. Obwohl ich eigentlich am liebsten Stoffe ohne Muster oder Motiv verarbeite, habe ich einen Libertystoff mit Schirmchenmotiv verwendet, den ich aus England mitgebracht habe. Gekauft in Bridport in einem Stoffgeschäft mit einer riesigen Auswahl an Dekostoffen, vielen Baumwollstoffen und sehr freundlicher Beratung.

Weil ich bei Burdaschnittmustern oft Probleme habe, die richtige Größe zu finden, habe ich aus einem alten Kopfkissenbezug ein Probeteil angefertigt, das auch prompt verändert werden musste. Im Rücken wurden zwei kleine Abnäher ergänzt, die Seiten wurden verschmälert und die Abnäher im Vorderteil verbreitert.

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Der senkrechte Abnäher ist stark erweitert, im Brustbereich wurden einige cm weggenommen

Rückenteil mit Abnäher

Rückenteil mit kleinem Abnäher

Mein Denkfehler beim Probestück: ich habe die unterschiedliche Elastizität des Materials nicht berücksichtigt. Der Blusenstoff war deutlich anschmiegsamer und legte sich sehr schön an, so dass im Laufe des Nähens noch mehr Überschuss mit den Abnähern weggenommen werden musste. Zum ersten Mal musste ich auf die Ausrichtung des Musters achten, was ich wegen der in alle Richtungen strebenden Schirmchen fast vergessen hätte.

 

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Vorderansicht Burdabluse aus Libertystoff

Von meiner Nählehrerin bekam ich den Hinweis, die Knopflöcher in verschiedenen Farben zu arbeiten, jetzt sind sie je nach Hintergrund lila oder hellbeige. Leider macht meine Nähmaschine mit ihrem Knopflochprogramm  nur sehr unterschiedliche Knopflochränder, am Ende mussten sie ganz konventionell mit einem sehr kleinen Zickzackstich gefertigt werden.

Knopfleiste mit verschiedenfarbigem Garn

Knopfleiste mit verschiedenfarbigem Garn

 

 

 

Die bezogenen Knöpfe nehmen ebenfalls das Muster auf und verschwinden fast aus dem Blick, ein bißchen wie Chamäleons.

Resultat: ich werde das geänderte Probeteil in einer weißen Baumwolle noch einmal nähen, weil mir weiße Blusen gut gefallen, eventuell versuche ich auch eine Variante mit einem kleinen Kragen, das habe ich bisher noch nicht gelernt.

 

 

 

 

 

 

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Das Sweetheart Pattern von Sew la-di-da

Durch Zufall bin ich im letzten Sommer in Lyme Regis bei Sew la-di-da gelandet, etwas abseits der Hauptstraße liegen eine kleine Galerie, eine Töpferei, Brauerei, Café, Restaurant und eben Sew la-di-da und laden zum Stöbern ein. Eigentlich erwartete ich einen Shop mit Stoffen und Nähzubehör, das ist es aber nicht! Stoffe gibt es schon, in schöner, aber beschränkter Auswahl, das Wesentliche sind die von Carolin angebotenen Workshops und Schnittmuster. inspiriert von Kleidern der Kriegszeit (Blitz) und der Fünfziger Jahre, angepasst an aktuellere Körperformen. Vor einem Besuch empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten zu erfragen. Ich habe mir den Schnitt „Sweetheart“ gekauft und als Probemodell aus IKEA-Stoff genäht, und dann doch im Sommer getragen. Der Schnitt ist einfach und dank dem beiliegenden Anleitungsheft leicht nachzuarbeiten. Ein wirklich guter Tipp meiner Nählehrerin war es, den eckigen Ausschnitt nicht sofort zuzuschneiden, sondern mSweetheart Patternich erst langsam bei der Anprobe seiner Form, bzw. Tiefe zu nähern. So vermeidet man, dass die Träger darunter im Ausschnitt sichtbar werden.
Weil es ein Sommerkleid werden sollte, habe ich die Ärmel zwar genäht, dann aber doch nicht eingesetzt. Insgesamt war der Schnitt in Größe 12 so weit, daß in der Taille seitlich jeweils vier cm weggenommen werden mussten, um es nicht sackig wirken zu lassen. Der weite Rock ( ich habe fast vier Meter verbraucht, auch, weil ich wegen des Musters unsicher war) ist fürs Tanzen wunderbar, und ich werde mir das Kleid in einer winterlichen Variante auf jeden Fall noch einmal nähen.

 

Die Schnittmuster von Sew-La-Di-Da sind liebevoll verpackt

Die Schnittmuster von Sew-La-Di-Da sind liebevoll verpackt

 

Das Anleitungsheft ist so ausführlich bebildert, dass man sogar auf den Text verzichten könnte

Das Anleitungsheft ist so ausführlich bebildert, dass man sogar auf den Text verzichten könnte

 

Sprachkenntnisse sind kaum erforderlich

Sprachkenntnisse sind kaum erforderlich

Mit 20 englischen Pfund war es ein teures Schnittmuster, aber die Verpackung ist sehr schön, das Anleitungsheft ausführlich und gut verständlich und das Papier so fest, das es mehrfaches Aufstecken gut übersteht. Es lohnt sich, die Website von Sew-La-Di-Da zu besuchen. Das Sortiment erweitert sich stetig, und vielleicht sind auch die angebotenen Workshops für Südenglandliebhaberinnen interessant.

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